Ob Getreideprodukte wie Bulgur und Couscous oder glutenfreie Alternativen wie Quinoa & Co – in der Küche sind die kleinen Kügelchen vielseitig verwendbar und eine kulinarische Bereicherung. Probieren Sie es aus!

Couscous
Ursprünglich stammt dieser zu Kügelchenzerriebene Grieß aus Nordafrika. Hergestellt wird er zumeist aus Hartweizen, aber auch aus Hirse oder Gerste. Couscous ist sehr schnell zubereitet. Für ein Couscous-Gericht rechnet man pro Person mit ungefähr 50 bis 80 Gramm Trockenprodukt. Die Körnchen werden dazu in eine Schüssel gegeben und mit kochendem Wasser oder Brühe übergossen (Couscous muss bedecktsein). Alles zugedeckt ca. 12 Minuten quellen lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Da Couscous nur einen geringen Eigengeschmack hat, sollte man am besten etwas Salz und Butter oder Olivenöl dazugeben. Natürlich kann er nach Belieben mit Kräutern, wie z. B. Petersilie, und Gewürzen abgeschmeckt werden. So ist er eine köstliche Beilage zu Fleisch- und Gemüsegerichten. Darüber hinaus eignen sich die Grießkügelchen perfekt für Salate, Bratlinge und sogar Desserts.

Bulgur
In den orientalischen Ländern zählt der geschrotete und gedämpfte Weizen zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Eine Verwechslungsgefahr mit Couscous besteht nicht, da er von viel gröberer Struktur ist. Da Bulgur immer bereits vorgegart ist, lässt er sich schnell und einfach zubereiten. Es genügt, den Weizengrieß in heißem Wasser ca. 20 Minuten lang quellen zu lassen. Auch in kaltem Wasser ist das möglich. Allerdings benötigt diese Zubereitungsart viel Zeit – mindestens 8 Stunden. Bulgur wird meist wie Reis als Beilage verzehrt. Mit Kräutern verfeinert ist er ein prima Begleiter für zahlreiche Fleischgerichte. Daneben schmeckt das beliebte und vielseitige Getreid eauch hervorragend als Suppeneinlage, in süßen Aufläufen oder als Salat.

Buchweizen
Trotz des Namens hat der ursprünglich aus der südrussischen Steppe stammende Buchweizen mit Weizen botanisch nichts gemeinsam – allerdings erinnern die geschälten Samen sehr stark an Weizenkörner. Buchweizen ist ein sogenanntes Pseudo-Getreide und gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Die nussförmigen Samen werden gewaschen, geschält und gekocht. So lassen sie sich z. B. als Beilage verwenden. Gemahlen ergeben die Körner das nussig schmeckende Buchweizenmehl. Da es kein Gluten (Klebereiweiß) enthält, ist es für Menschen, die an Zöliakie leiden, ein prima Ersatz für Weizenmehl.

Amarant
Diese Pflanze zählt zu den Fuchsschwanzgewächsen und ist wie Buchweizen ein glutenfreies Pseudo-Getreide. Sie wird weltweit schon seit Tausenden Jahren angebaut und als Nahrungsmittel genutzt. Mit den nussigen, dezent bitteren Amarant-Körnchen lassen sich leckere Speisen zubereiten. Sie sind ideal als Beilage zu Fleisch- und Gemüsegerichten, für Aufläufe oder Bratlinge. Tipp: Wer mag, kann aus den Körnchen Pops herstellen, diese sind eine Bereicherung für jedes Müsli. Dazu einen Topf mit geschlossenem Deckel ohne Fettzugabe stark erhitzen, die Körner auf den heißen Boden geben und den Topf gleich von der Herdplatte nehmen. Etwas umrühren, schon beginnen die Samen aufzupoppen.

Quinoa
Quinoa stammt aus Südafrika und zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bei den Inkas waren die eiweißreichen Quinoa-Samen Grundnahrungsmittel und galten sogar als Heilmittel gegen Halsentzündungen. Die senfkorngroßen Samen gehören zur selben Pflanzenfamilie wie Spinat oder Rote Bete. Quinoa-Samen enthalten kein Gluten, da sie kein Getreide sind. Die Zubereitung ist einfach: Sie können wie Reis in Wasser gekocht werden und sind eine leckere Zutat für Salate, Bratlinge oder Aufläufe. Gemahlen in Form von Mehl eignet sich Quinoa für herzhafte und süße Speisen wie z. B. Pfannenkuchen.

Zum Rezept “Quinoa-Porridge mit Blaubeeren”