Heute ist Käse für die meisten Menschen ein ganz alltägliches Lebensmittel. Er schmeckt gut ist nährstoff- und vitaminreich und von unserem Speiseplan kaum wegzudenken. Kein Wunder also, dass es Käse fast überall auf der Welt gibt. Unsere Warenkunde bietet eine Übersicht über die verschiedenen Käsesorten.

Wann der erste Käse hergestellt wurde, weiß heute keiner mehr. Sicher ist nur, es war lange vor Christi Geburt und vermutlich in Vorderasien und ums Mittelmeer herum. Über die „Erfindung“ des Käses gibt es mehrere Theorien. Manch einer vermutet, dass Käse ein „Geschenk der Götter“ sei.

Milchsäurebakterien und Lab
Was zunächst seltsam klingt, hat einen wahren Kern. Bei Opferzeremonien im alten Mesopotamien wurde den Göttern oft Milch geopfert. Dabei ließen die Priester die Milch oft tagelang stehen. Unter Mithilfe der Milchsäurebakterien wurde so aus der Milch der erste Sauermilchkäse. Eine andere Theorie besagt, dass frühzeitliche Hirten die Mägen von Kälbern zum Transport von Milch benutzten. Dadurch kam die Milch mit dem Lab in Berührung und verdickte sich. In jedem Fall erkannten die Menschen, dass so veränderte Milch sehr wohlschmeckend war. Heute gibt es auf der Welt geschätzt 4000 Käsesorten. Einige stellen wir hier vor.

Frischkäse
Frischkäse ist die einzige Käsegruppe, die nicht reift. Zu dieser Gruppe gehören neben Quark auch Ricotta und Mozzarella. Ursprünglich wurde dabei der Mozzarella nur aus Büffelmilch hergestellt. Heute gibt es ihn aber auch aus Kuhmilch. Besonders Mozzarella eignet sich für viele Vorspeisen, aber auch zum Überbacken auf Pizza.

Weichkäse
Süßmilchkäse mit mehr als 67% Wassergehalt gehören zu den sogenannten Weichkäsen. Die bekanntesten sind Camembert und Brie. Im Vergleich zum Camembert ist der Brie ein wenig flacher und milder. Camembert verändert sich zudem mit der Zeit: Je mehr er reift, desto cremiger und aromatischer wird er.

Halbfester Schnittkäse
Halbfeste Schnittkäse sind relativ weich, aber trotzdem schnittfest. Dazu gehören Butterkäse, Esrom und Raclette-Käse. Geschmacklich sind die halbfesten Käse schwer einzuordnen. Ihre Aromen reichen von mild, über säuerlich bis hin zu würzig.

Hartkäse
Hartkäse müssen mindestens drei Monate gereift sein. In dieser Zeit verdunstet Wasser aus dem Käseteig. Je länger die Reifezeit ist, desto geringer ist der Wassergehalt im Käse. Und je weniger Wassergehalt, desto fester ist der Käse. Hartkäse reifen gleichmäßig durch die gesamte Masse und bilden durch Austrocknung des Randes eine kräftige Rinde aus. Zu den Hartkäsen gehören Emmentaler, Gruyère, Bergkäse oder auch Parmesan.

Rotschmierkäse
Rotschmierkäse sind Weichkäse mit intensivem Geruch, intensivem Geschmack und rötlicher Oberfläche. Der bekannteste Rotschmierkäse ist der Limburger.

Schnittkäse
Der typische Brotzeitkäse – zumindest außerhalb der Alpen, so könnte man die Schnittkäsesorten umschreiben. Gouda, Tilsiter und Edamer gehören dazu. Geschmacklich variieren sie stark von mild würzig bis kräftig. Das Aroma hängt jeweils von der Reifezeit ab.

Edelpilzkäse
Blauschimmelkäse, Gorgonzola und Roquefort gehören alle zu den Edelpilzkäsen. Bei ihnen wird bereits die Milch mit speziellen Schimmelkulturen veredelt. Diese Kulturen entwickelten sich dann im Inneren des Käses weiter. Deshalb haben diese Käsesorten, im Gegensatz zu weißem und rötlichem Weichkäse auch keinen Schimmel an der Oberfläche.

 

Warum sind viele Käse Gelb?
Im grünen Gras, das die Kühe fressen, ist der fettlösliche gelbe Farbstoff Beta-Karotin enthalten. Das Gelb geht vom Futter in die Milch über. Die Milch erscheint allerdings nicht gelb, weil das Milchfett den Farbstoff umschließt. Trennt man jedoch das Milchfett von der Milch, wird die gelbliche Färbung des darin gelösten Beta-Karotins sichtbar. Deshalb sind Butter und Käse oft gelblich.

Bronze für Deutschland
Mit einem Konsum von 24,5 Kilogramm Käse pro Kopf, liegen die Deutschen derzeit auf Platz 3 in der Europäischen Union. Auf Platz 2 liegen die Franzosen (rund 26 Kilogramm) und die Spitzenposition halten die Griechen mit fast 28 Kilogramm pro Kopf.